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Berufsfeuerwehrtag JF Kirkel - JF HD Abteilung Kirchheim

Bereits morgens um 6 Uhr fuhr eine Abordnung der Jugendfeuerwehr Heidelberg, Abteilung Kirchheim, Richtung Saarland. Ziel war die Freundschaftsfeuerwehr Kirkel -Neuhäusel, welche, wie auch die Kirchheimer, ihr 40. Jubiläum der Jugendfeuerwehr zum Anlass nahmen einen gemeinsamen Tag zu veranstalten.

[ub] Bereits zuvor hatten sich die beiden Jugendfeuerwehren in Kirchheim getroffen und einen gemeinsamen Tag mit allerlei Ausflügen und Spielen verbracht.

Nun hatte Kirkel - Neuhäusel die Idee einen sogenannten „Berufsfeuerwehrtag“ auszurichten. Ziel eines solchen Tages ist es, während 24 Stunden, verschiedene Übungen und Einsatzlagen durchzuspielen. Dabei werden die Angehörigen der Jugendfeuerwehr durch aktive / erwachsene Kameraden und Kameradinnen unterstützt. Die Erwachsenen werden als Zugführer, Gruppenführer, Fahrer und Maschinisten eingesetzt. Auch in der Leitstelle koordinieren die aktiven Kameradinnen und Kameraden das Szenario.

Gleich nach Ankunft in Kirkel Neuhäusel wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge eingeteilt. Zur Verfügung standen ein Einsatzleitwagen (ELW), Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 (LF 8/6), ein Tanklöschfahrzeug (TLF), ein Mannschaftstransporter (MTW, sowie ein Fahrzeug des DRK welches als Rettungstransportwagen (TRTW) fungierte. Genug Fahrzeuge um die 18 Jugendlichen und rund 20 aktive Kameraden und Kameradinnen (inklusive Leitstelle) aus Kirkel und Kirchheim unterzubringen.

Nach der Einteilung wurde zur Stärkung ein Frühstück angeboten, dass großen Zuspruch fand. Doch während noch einige ihr Nutellabrot aßen kam schon die erste Alarmierung dazwischen und es wurde die erste Übungslage eingespielt.

So ging es den ganzen Tag über, unterbrochen von Unterrichtseinheiten, die von den Kameraden und Kameradinnen aus Kirkel vorbereitet wurden, mit Einsätzen weiter. Unterbrochen wurden die Einsätze lediglich durch die Aufnahme des Mittag-, und Abendessen und durch ein von den Kirchheimern vorbereitetes Kennenlernspiel. An diesem Mittag heiratete Kamerad Backes und so lies man es sich nicht nehmen für ihn Spalier zu stehen, was ihn und seine Frau sehr freute. Kurz danach wurde der Dienst wieder aufgenommen; so wurden zum Beispiel folgende Übungseinsätze abgearbeitet:

 

Person in Notlage / Türöffnung im alten Rathaus

Brand 3 in der Grundschule

Baum umgestürzt Lautzkircher Weg

Unklare Rauchentwicklung Schlehhecke

Hilflose Person in Wohnung Ginkental

Wasserschaden klein Göthestraße

Abgestürzte Person oberhalb des Naturfreundehauses

Brandschutzübung mit Feuerlöschern

Technische Hilfeleistung Turnhalle Grundschule

Lagerhallenbrand Praktiker

Tier in Notlage

Vermisste Person im Wald

Waldbrand beim Sportplatz

 

Nach den Einsätzen besprach man die Vorgehensweisen und Hintergründe mit den teilnehmenden Personen, sodass auch hier ein Lehrnerfolg zu verzeichnen war.

Ein großes Pensum an Arbeit hatten sich da die Verantwortlichen aus Kirkel – Neuhäusel auferlegt. Dies konnte auch stellv. Landesbranddirektor und Kreisinspekteur des Saar-Pfalz-Kreises Kamerad Uwe Wagner und der stellv. Landesjugendleiter attestieren die die beiden Jubiläumswehren mit ihren Besuch ehrten. Auch das Team das sich um Speisen und Getränke kümmerte war vollauf beschäftigt die hungrigen und durstigen Übungsteilnehmer bei Laune zu halten, was auch hervorragend gelang.

Nach dem reichhaltigen Abendessen wurde den Kirchheimern zwei Präsente in Form von Eistorten zum Zeichen der Freundschaft und Kameradschaft übergeben, welche dann als Nachtisch leider nicht lange zu bewundern waren. Als Erinnerungsgeschenk wurden Schlüsselanhänger ausgegeben.

Gegen 23 Uhr wurden dann für den ersten, langen, Tag die Übungen abgeschlossen und die zuvor hergerichtete Bettstadt, in den Räumen des DRK, wurden aufgesucht.

Bereits um 7.30 Uhr, die meisten der Jugendlichen schliefen noch, wurde wieder Alarm gegeben und der Löschzug rückte komplett aus. Als krönenden Abschluss hatte man einen Waldbrand als Lage für die anrückenden Kräfte und es konnte nochmals aus allen Rohren Wasser gegeben werden.

Nach dem Dank an die Kameraden und Kameradinnen aus Kirkel – Neuhäusel half man beim zusammen räumen und packte seine Bettstadt in die Fahrzeuge ein. Müde aber glücklich trat man nun die Heimreise nach Heidelberg an.

 

 

[Bilder: Timo Tränkle]